AKTUELL - Dezember 2005
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In diesem Monat finden Sie unter der Rubrik
"Aktuell" gleich 2 Berichte von Dr. Jürgen Althaus.
Dr. Jürgen Althaus vertrat die Europa-Union Leverkusen
am 05.12.2005 bei einem Moscheé-Besuch des Deutsch-Italienischen Clubs
und berichtet von der Besichtigung des WDR-Funkhauses am 08.12.2005 in Köln.
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Deutsch-Italienischer Club Leverkusen
Besuch der Mesxhidi-Aksa-Moscheé in Leverkusen am 03.12.2005
Kennenlernen-Mit-einander-Reden-Verstehen-Tolerieren =
Integration von ausländischen MitbürgerInnen
Die
Vorsitzende des Deutsch-Italienischen Clubs Leverkusen und Vorstandsmitglied
des Kreisverbandes Leverkusen der Europa-Union Dorothee Willers-Klein hatte
sich eine Frage gestellt: Wie kann man sich mit ausländischen MitbürgerInnen
verständigen, zu ihnen sinnvolle Brücken schlagen ?
Man braucht dazu geeignete Partner, einen passenden Treffpunkt, einen akzeptierten
Zeitpunkt, genügend Zeit, eine vernünftige Atmosphäre, genügend
gemeinsamen Gesprächsstoff und sichere Moderatoren.
Rahmen: ein geführter Besuch und Diskussionen
Ansprechpartner: die muslemische Gemeinde Leverkusen
Treffpunkt: die neu erbaute Mesxhidi-Aksa-Moscheé in Leverkusen
Zeitpunkt: Mittagsstunde am Samstag, den 03.12.2005
Veranstaltungsdauer: Ende offen
Moderatoren: Blerim Vilja
Dorothee Willers-Klein
Über
30 Interessierte, darunter auch der Vertreter der Europa-Union Leverkusen Dr.
Jürgen Althaus, fanden sich zu dieser Veranstaltung ein. Mit so vielen
Teilnehmern hatte D. Willers-Klein nicht gerechnet. Da erst später Stunden-Gebete
anstanden, hatte der Türke Blerim Vilja genügend Zeit, ausgiebig mit
der Assistenz des gelehrten Imman Amer Dzeladini, dem Gemeindevorsitzenden Rasi
Mosteassi , dem 2. Vorsitzenden des Albanischen Vereins Leverkusen Saban Deari
und im Beisein von einigen Gemeindemitgliedern die neu erbaute Moscheè
in ihrer Form, Ausrichtung und Ausstattung für die Gebets-Ausübung
und die Feierlichkeiten zu erläutern. Zwischendurch, um den Sinn der Veranstaltung
zu unterstreichen, rezitierte die Besucherin Hilke Diderich ein eigenes Gedicht,
das die nötige Integration beispielhaft anmahnte
Beim
Rundgang fielen besonders die relative schlichte Ausstattung, die interessante
Gebets-Teppich-Anordnung und - Ausgestaltung und die große Empore auf,
die Besuchern, den Frauen und Kindern vorbehalten ist. Im Untergeschoss der
Moscheé, quasi in einem Gemeindesaal mit Bewirtungsmöglichkeiten,
konnten die Teilnehmer in großer Runde bei traditionell türkischem
Tee zwanglos über alle offenen Fragen diskutieren. Rechtzeitig konnten
die Gäste vor Ort von der Empore aus das Ritual des gemeinsamen Stunden-Gebets
beobachten.
Kompaktes
Resumèe der Veranstaltung: Für viele Besucher ein angeregter Anfang,
sich urteilsfrei auch mit MitbürgerInnen aus einem völlig anderen
Kulturkreis zu beschäftigen, um sie nachhaltig zu verstehen und mit einander
achtungsvoll umzugehen.
Weitere geplante Multi-Kulti-Begegnungen: der nächste Europäische
Frühschoppen des Kreisverbandes Leverkusen der Europa-Union mit dem Marokkanischen
Verein Leverkusen als Gastgeber am xxxx
Veranstaltungspläne 2006 und Rückfragen bei Dorotheé Willers-Klein ( tel 02171-760864 e-mail diclev@web.de ), bei Dr. Hans Georg Meyer ( tel 0214-93242, fax 0214-8909594, e-mail hansgeorg.meyer@web.de ).
Dr. Jürgen Althaus
Besichtigung des WDR in Köln am 08.12.2005
Der WDR als Motor zur Kommunikation und Integration
Ziel
einer Exkursion des Kreisverbandes Leverkusen der Europa-Union in Kooperation
mit der VHS Leverkusen: Kennen-Lernen des WDR als eines der größten
öffentlich-rechtlichen kundenorientierten Medieneinrichtungen Deutschlands.
Und wie bei diesem Thema zu erwarten war die Maximal-Besucher-Anzahl mit über
25 Personen und dem Veranstaltungs-Leiter Dr. Hans Georg Meyer, Vorsitzender
des Kreisverbandes Leverkusen der Europa-Union, mehr als ausgereizt.
Von vorne herein war klar: das konnte nur ein kleiner Lern-Ausschnitt aus der Vielfalt dieses “Riesen-Instituts” sein. Dazu reichten die geplanten zwei Besuchs-Stunden, ausgefüllt mit Informationen, einem riesigen Rundgang und einer abschließenden lebhaften Diskussion überhaupt nicht aus: Nur “angerissen” werden konnten die Historie des Rundfunks (seit 1924) und des Fernsehens (seit 1952) hier vor allem des WDR, der ständig erweiterte Informations-, Kultur- und Ausbildungsauftrag in den vielseitigen Medien Rundfunk und Fernsehen, der entsprechende immer effektivere Strukurwandel und die Entwicklung neuerer Techniken des Unternehmens WDR.
Der
Mediengestalter, derzeitige Lehramtskandidat und “Insider” Tibor Lülöpp
führte kompetent durch das “Labyrinth” des Sendhaus-Komplexes des Funkhauses
und vermittelte eindrucksvoll an praktischen Beispielen in den Studios und Sendesälen
die verschiedenen Produktionen und Arbeitsweisen, z.B. im “Sportstudio”, “B..trifft”.
Auch ein Kameramann kam fachmännisch zu Wort. Sprache und Geräusche
für Hörspiele und Hörbücher, denen oftmals prominente Schauspieler
als echte Herausforderung ihre Stimme leihen, Diskussions-Ecken und Geräusch-Entwicklung
auch im hallarmen Raum...: ganz neue Erfahrungen für die erstaunten ZuseherInnen
und -hörerInnen.
Heutzutage sind neben rund 4.500 fest angestellten MitarbeiterInnen in rund 150 Berufen ( Programm, Produktion, Technik und Verwaltung ) mehr als 200 Produktionsfirmen “am Werk”. Um die 20.000 freie MitarbeiterInnen ( Autoren, Produzenten, Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Graphik-Designer und Musiker ) werden projektbezogen beschäftigt.
Der
WDR ist innerhalb der ARD einer der größten Ausbilder: Ausbildungen
in 17 Berufsbereichen und spezifische Praktika werden angeboten. Zudem gibt
es Volontariate und Trainee-Programme für StudienabgängerInnen und
Praktika als Voraussetzung für FH-Studiengänge.
Die täglich 149 Stunden Radio und 38 Stunden Fernsehen umfassen aktuelle Berichte, Reportagen, Informationen über Religion, Schule, Bildung, Gesundheit, Umwelt usw., Service-Sendungen, Kulturspiegel, Musiksendungen aller Art, Sport, politische Magazine, Diskussionen und Hörspiele. Hörbücher finden gerade bei den blinden Mitmenschen viel Interesse.
In
der Schlussrunde der Veranstaltung brachte die Redakteurin Isabel Reth das den
meisten unbekannte "Funkhaus Europa", Frequenz 103,3 näher: Integration
und kulturelle Vielfalt sind für den WDR publizistischer Auftrag, Verpflichtung
und ein Postulat der deutschen und europäischen Medienpolitik. Praktisches
Zeichen dafür ist das integrierte Funkhaus Europa des WDR (seit Mai 1999)
mit Redakteuren, Reportern und Moderatoren aus über 30 Ländern.
Ab sofort Anmeldungen zur erneuten WDR-Führung am 20. Juni 2006 bei Frau Kerstin Munkel ( VHS Leverkusen, tel 0214-406-4181 fax 0214-406-4182 e-mail kerstin.munkel@vhs-leverkusen.de ) oder beim Vorsitzenden des Kreisverbandes Leverkusen der Europa Union Dr. Hans Georg Meyer ( tel. 0214-93242 fax 0214-8909594 e-mail hansgeorg.meyer@web.de )
Dr. Jürgen Althaus