AKTUELL - Oktober 2006
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Wer
am schon traditionellen Europäischen Frühschoppen des Kreisverbandes
der Europa-Union Leverkusen auch dieses Mal zusammen mit dem Integrationsrat
bei der Stadt Leverkusen und der Volkshochschule Leverkusen beim Italienischen
Familien-Verein Leverkusen ( A.F.I.L. ) e.V. in der Villa Römer, Leverkusen-Opladen,
am Sonntag, den 22. Oktober 2006 nicht dabei war, hat wirklich ´was verpasst.
Bemerkenswert: Das alles im 20-sten Jahr des Europäischen Frühschoppens in Leverkusen. Namensgeber ist eigentlich der bekannte frühere sonntägliche Internationale Fernseh-Frühschoppen mit Werner Höfer. Im Vordergrund stand diesmal die allgegenwärtige Frage:
EUROPA-GERMANIA-ITALIA – Wie sicher ist die Zukunft unserer Jugend ?
Dieses Mal standen also die Probleme und Lösungen beim angestrebten friedlichen und gedeihlichen Zusammenleben mit EU-Jugendlichen christlichen Glaubens an:
Die italienischen Jugendlichen, in Deutschland geboren, hier aufgewachsen, zur Schule gegangen und nun auf der Suche nach Ausbildunsgstellen und –plätzen. Haben diese Jugendlichen wirklich die gleichen Chancen wie gleichaltrige deutsche Jugendliche? Wie steht es um die Chancen der Jugendlichen in ihrem Heimatland aus? Sind die italienischen Jugendlichen hier in Deutschland besser aufgehoben?
Also treffend der Arbeitstitel der Veranstaltung, die exzellenten italienischen ReferentInnen und die Auswahl der Ehrengäste, die der Initiator der Veranstalter der Vorsitzende des Kreisverbandes Leverkusen der Europa Union Dr. Hans Georg Meyer, der Vorsitzende des Integrationsrats Leverkusen Jannis Goudulakis, die Leiterin der VHS Leverkusen Anette Lorey, die Vorsitzende des A.F.I.L. Marcella Dorn und den Vorsitzenden des Bergischen Geschichtsvereins Abteilung Leverkusen-Niederwupper e.V. Dr. Hans Jürgen Dorn vor „vollem Haus“ begrüßen konnten. Schirmherr Leverkusens OB Ernst Küchler und Dr. Meyer unterstrichen kurz und prägnant in ihren Statements die Bedeutung der erstrebenswerten Chancengleichheit für Jugendliche im Allgemeinen und italienische im Besonderen.
Nach eindrucksvollen Schilderungen der Situation und der Ausbildungs- und Berufschancen der italienischen Jugendliche in Deutschland und Italien stellten sich die Referenten Angela Sinesi (freie Journalistin) , Dr. Mauricio Libbi (selbständiger Projektleiter, Vorsitzender NOVA-IMPRESA e.V. – Institut zur Förderung der selbständigen Arbeit ) und Rosella Benati (Lehrerin für mehrsprachige Konzepte und Vorsitzende des Com.It.Es.Colonia) mit der Moderation von Dr. Meyer einer lebhaften Diskussion, die auch beim gemeinsamen anschließenden landesüblichen Essen und Trinken fortgeführt wurde. Für den italienisch-musikalischen klangvollen Rahmen war das Duo Debora & Marigo, Solingen, die richtige Wahl.
Eine der wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Veranstaltung ist die Forderung an die Jugendlichen, ihre Muttersprache exzellent zu lernen, damit sie entsprechend die Landessprache lernen und beherrschen können. Nicht nur die handwerkliche Begabung und Fertigkeit, sondern mindest so wichtig ist die Kommunikationsfähigkeit, die mit der Sprachbeherrschung beginnt. Dazu werden differenzierte staatlich geförderte Projekte angeboten. Die aber müssen ergänzt werden durch das zielgerichtete Lernen schon im Kindergarten und in der Schulzeit. Nur so wachsen die Chancen auch der italienischen Jungendlichen auf dem italienischen und deutschen Arbeitsmarkt. Mehrsprachigkeit ist ein Gewinn und nicht ein lästiges Übel für jeden Einzelnen und die berufliche Wirkungsstätte.

Autor: Dr. Jürgen Althaus
Bilder: Dr. Jürgen Althaus
Bildnachweis
Nr. 1 Villa Römer, Ansicht
Nr. 6 Zuschauer / Zuhörer
Nr. 7 Marcella Dorn + Zuschauer / Zuhörer
Nr. 11 Diskussionrunde v.l.n.r.:
Nr. 13 Buffet + Helferteam
Nr. 14 Gruppenbild mit OB Küchler
Nr. 15 Gruppenbild, Dank an die Akteure