AKTUELL - Januar 2008
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Preisverleihung beim Künstlerwettbewerb "Künstler entdecken Europa in Leverkusen"
"Heute Abend habe ich Grund zum Feiern", seufzte die Organisatorin des Leverkusener Künstlerwettberwerbs 2007, Ellen Loh-Bachmann (Eloba), im Vorfeld des Ausstellungseröffnung am 06. Januar 2008 im Forum Leverkusen. Grund zum Feiern hatte sie sicherlich, wenn man den außerordentlichen Erfolg der Ausstellung betrachtet. Künstlerinnen und Künstler aus Leverkusen und den Leverkusener Partnerstädten entdeckten Europa in Formen, Farben und Werkstoffen und trugen eine beachtlich anspruchsvolle Ausstellung zusammen.
Grund
zum Feiern hatten aber vor allem auch die Preisträger des Wettbewerbs.
Marion Grundmann, Leiterin der KulturStadt Leverkusen überreichte den Ehrenpreis der Europa-Union an Lilly Schulz, deren Eisenskulptur auf dem Vorplatz des Forums die völkerverbindende Funktion des Jazz betont. Variation und Improvisation drücken sich in der Vergänglichkeit des Materials und den optischen Effekten durch Sonneneinstrahlung aus. Leider war es auf dem Vorplatz nach der Ausstellungseröffnung schon dunkel, aber die Ausstellung dauert ja noch bis zum 3. Februar.
Eine
leise, empfindsame Arbeit lieferte Peter Nettesheim mit seiner Plastik "Herr
Papoulis und Frau Kartirtzidis" ab, dem OB Ernst Küchler dafür
den Ehrenpreis des Oberbürgermeisters überreichte. Fernab jeder
politischen Symbolik stellt der Bildhauer die Menschen in den Vordergrund.
Das griechische "Paar" stellvertretend für Menschen aus 127
Nationen, die in Leverkusen gemeinsam leben und arbeiten. Wunderschön
auch die Wirkung der kleinen Plastik in der lärmenden Betriebsamkeit
der Ausstellungseröffnung.
Manfred
Herpolsheimer, Leiter der Sparkasse Leverkusen, begeisterte sich für
die Skulptur des Bildhauers Winfried Gille gleich so, dass er die Anschaffung
des Werkes für die Sparkasse erwog. Zunächst aber überreichte
er dem Künstler den Ehrenpreis der Sparkassse. Die Skulptur aus 27 verschiedenen
Hölzern aus den 27 EU-Staaten symbolisiert eine Harmonie, von der das
politische Europa leider noch ein Stück entfernt ist. Den überzeugten
Europäerinnen und Europäern kann die Skulptur nur Mut machen: Sehr
ihr, es geht doch!
Den
Grand Prix Künstlerpreis der Europa-Union 2007, dotiert mit 1000,-€ und
von der EVL gestiftet, überreichte schließlich der Vorsitzende
der Europa-Union Leverkusen, Dr. Hans Georg Meyer sichtlich überzeugt
dem Künstlerduo Elena Büchel und Willy Borgfeld. Für die großfromatige
Plastik (tja, liebe Maler, es war nicht euer Tag!) hatten Schülerinnen
und Schüler des Landrat-Lucas-Gymnasiums sich das Gesicht mit den Nationalfarben
der EU-Staaten bemalen und fotografieren lassen. Bei der Ausstellungseröffnung
sorgten sie neben erfrischenden Getränken auch für ein paar erfrischende
Farbtupfer. Die jugendliche Unbekümmertheit und überschäumende
Symbolik des Kunstwerks schien so richtig nach dem Geschmack des rastlos betriebsamen
Vorsitzenden der Europa-Union zu sein.
Alles
in allem eine Auststellung, die einen Einblick in europäische Vielfalt
auf einem hohen künstlerischen Niveau erlaubt. Die Ausstellung ist noch
bis zum 03. Februar in der Galerie des Forum Leverkusen zu sehen.
Öffnungszeiten: Montag - Freitag 8:00 - 18:00 Uhr und während der Veranstaltungem im Forum.
Vielen Dank an alle Künstlerinnen und Künstler, an die Preisstifter, die Jurymitglieder, die Vertreter der Stadt Leverkusen und die Mitwirkenden bei der Europa-Union. Vor allem aber herzlichen Dank an Ellen Loh-Bachmann, die zwar den zaghaften Versuch unternahm, als ehemalige Preisträgerin nun die diesjährigen Preisträger zur Organisation des nächsten Künstlerwettbewerbs zu verpflichten. Angesichts des Erfolges dieser Ausstellung scheint es aber nicht wahrscheinlich, dass sie diesen Job so schnell wieder los wird.
7. Januar 2008

Christoph Hatwig
Internet-Redaktion