EUROPA
Mitgliederversammlung 2011 der Europa-Union Leverkusen
Fangen
wir heute einmal ganz zum Schluss an. Das letzte Wort bei der Mitgliederversammlung
am 10.01.2012 im Spiegelsaal von Schloss Morsbroich hatte Oberbürgermeister
Reinhard Buchhorn. Und dass der CDU-Oberbürgermeister für den Festredner,
Reinhard Bütikofer von den Grünen, in seinem Grußwort an die
Mitglieder und Gäste der Europa-Union so voll des Lobes war, das lag wohl
an mehreren Komponenten.
Zum einen hatte Reinhard Bütikofer gerade eine fulminante Rede gehalten,
bei dem der Vollblutpolitiker rhetorisch brillant und in einfachen Worten Zusammenhänge
verdeutlicht und Optimismus verbreitet hatte. Zum anderen merkte man deutlich,
dass in der Chemiestadt Leverkusen die Chemie zwischen dem Europaabgeordneten
und den Leverkusener Europäern sichtlich stimmte. Reinhard Bütikofer
war gerne in Leverkusen und die Leverkusener hatten ihn gerne zu Gast.
Aber nun zu der Rede des ehemaligen Bundesvorsitzenden der Grünen. Bütikofer
berief sich auf Helmut Kohl, wenn er das fehlende Bewusstsein für den „zweiten
Schritt“ anmahnte. Nicht die aus dem „ersten Schritt“, der EURO-Einführung,
entstandene Finanzkrise müsse gelöst werden, sondern die politische
Krise. Diese aber bestünde darin, dass nach der Einführung des EURO
in Vergessenheit geraten sei, dass eine Währungsunion nur in einer politischen
Union funktioniere. Natürlich teilte der Redner die Besorgnis der Anwesenden
um Europa, aber er betonte auch die Chance, die in der Überwindung der
Krise besteht und mahnte nicht zuletzt die Verantwortung der Europäer jenseits
des europäischen „Gartenzauns“ an.
Seine 5 „grundlegenden Einsichten zur Überwindung der Krise:
1. Es braucht eine Balance von Solidarität und Solidität.
2. Es wird was kosten.
3. Man muss dem Stabilitätspakt bessere Zähne verleihen.
4. Man muss einen Schutzschirm schaffen, der stark genug ist, die Länder,
die an den Finanzmärkten Probleme haben, zu schützen.
5. Aus der Krise „Heraus-Sparen“ geht nicht. Man braucht Politik, die Wachstum
schafft.
Der Europaabgeordnete beendete seine Rede mit einem Zitat von Goethe: Was du
ererbt von deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen!
Weil
wir hinten angefangen haben, ist es jetzt an der Zeit, über eine besondere
Ehrung des Abends zu berichten. Der Vorsitzende der Europa-Union, Dr. Hans Georg
Meyer, machte sich und den Anwesenden eine große Freude, indem er Ellen
Loh-Bachmann (Eloba) mit der goldenen Ehrennadel der Europa-Union für ihr
herausragendes Engagement beim 5. Europäischen Künstlerwettbewerb
auszeichnete. Über den Wettbewerb finden Sie umfassende Informationen auf
diesen Internet-Seiten. Eloba ist damit nach Manfred Gockel und Hans Georg Meyer
die dritte Trägerin der Goldenen Ehrennadel in Leverkusen.
Zuvor hatte der Schatzmeister, Reymund Hermanski seinen Kassenbericht vorgelegt,
der eine gute finanzielle Aufstellung des Vereins auswies und von den Mitgliedern
mit der Entlastung des Vorstandes quittiert wurde.
Begonnen hatte, natürlich, der Vorsitzende, der auch im europäischen
Krisenjahr 2011 eine hervorragende politische Arbeit des Vereins resümieren
konnte und den Mitgliedern und Freunden der Europa-Union weitere spannende Aktivitäten
für 2012 in Aussicht stellte.
An dieser Stelle muss eingeräumt werden, dass das Grußwort des Oberbürgermeisters
nur den offiziellen Teils der Veranstaltung beendete. Es folgte noch ein entspanntes
Miteinander bei einem großenteils von den Vorstandsmitgliedern der Europa-Union
selbst hergestellten Fingerfood-Buffet, das Ulla ten Hoevel wieder einmal gekonnt
koordiniert hatte.
Alles in allem also ein Abend für Kopf, Herz und ... na, ja, ... auch den
Magen. Was will man mehr!
Christoph Hatwig
Internet-Redaktion