AKTUELL - März 2004
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| Januar
04: Mitgliederversammlung und Neujahrsempfang |
Februar
04: Nachruf auf Ingrid Strauß |
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Die Türkei, ein EU-Kandidat? So lautete die Fragestellung beim Europäischen Frühschoppen am 29. Februar 2004 in den Räumlichkeiten des Türkischen Elternvereins Leverkusen, zu dem die Europa-Union, der Ausländerbeirat, die VHS und der Türkische Elternverein geladen hatten. |
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| Nach den Grußworten von Gastgeber Ismet Öztürk
(Bild unten) und Oberbürgermeister Paul Hebbel (Bild rechts) beantwortete
zunächst der türkische Generalkonsul M. S. Sönmezay (Bild
rechts) die Frage dieses Morgens: Für ihn ist selbstverständlich die Türkei ein Kandidat und jede andere Haltung eine bittere Enttäuschung für die Türkei mit unabsehbaren Folgen für das Miteinander der Staaten. |
![]() In der 1. Reihe (von links nach rechts): M. S. Sönmezay, E. Küchler, I. Goudoulakis, P. Hebbel |
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Von
links nach rechts: Ismet Öztürk, Vorsitzender des türk. Elternvereins,
Dr. H. G. Meyer, Ruth Hieronymi, Wilfried Kuckelkorn |
Die Stellungnahmen der Europa-Abgeordneten Ruth Hieronymi und Wilfried Kuckelkorn (Bild links) ließen schon merklich den nahenden Europawahklampf spüren.
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| Wilfried Kuckelkorn hingegen (Bild oben) konnte seine Vergangenheit als Betriebsratsvorsitzender nicht verleugnen, wenn er auf die vertragliche Bindung der Europäischen Union hinwies und hemdsärmelig jeden politischen Spielraum in der Beitragsdiskussion verneinte. So blieb denn auch die von Hans Georg Meyer (Bild oben) geleitete Diskussion insgesamt etwas oberflächlich, wenn auch interessant. Trotzdem: Liebe Frau Hieronymi! Das Argument, dass die Türkei nun auch deshalb nicht Mitglied werden könne, weil die Bundesregierung zu wenig Geld an die EU zahle, ist schon etwas sehr weit hergeholt. Wer wollte sich denn ernsthaft vorstellen mit dieser These Wahlkampf zu machen? Lieber Herr Kuckelkorn: Sorgen von Bürgern um die politische Zukunft Europas sind nicht deshalb bestandslos, weil sie nicht Vertragsinhalt zuvor abgeschlossener Verträge sind. Liebe Europa-Abgeordnete! Auch wenn Sie in diesen Fragen nationale Rücksichten nehmen. Sie haben viel dafür getan, dass Europa demokratischer und transparenter geworden ist und arbeiten weiter daran. Vielen Dank dafür! |
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| Der türkische Elternverein machte
auf seine Art Werbung für ein gemeinsames Europa. Die herzliche Gastfreundschaft, mit der die Teilnehmer des Frühschoppens bedacht wurden, war jedenfalls für mich das überzeugendste Argument dieses Morgens. Und das meine ich keineswegs nur kullinarisch. Europa ist der Anspruch der Menschen, in einer Gemeinschaft friedlich zusammleben zu wollen. Die Organisation kann schwierig sein. Vielleicht auch manchmal zu schwierig. Trotzdem haben Risikofreude und Mut schon immer den europäischen Weg begleitet. |
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| Ist die Türkei nun ein EU-Kandidat? In einem waren sich alle einig: Es wäre schön, wenn es ginge! Bleibt nur die Frage: Probieren wir es oder probieren wir es lieber erst mal nicht? Lassen Sie mich darauf eine rheinische Antwort geben: Von nix kütt nix! Wenn wir ein großes, friedliches Europa haben wollen, dann müssen wir etwas wagen! | |||||
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Christoph Hatwig, Internet-Redaktion |
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